Fairer Handel(n)

Fairer Handel(n)

Fairer handeln - ein Tippfehler?

Nein, vielmehr der feine Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Von fairem Handel zu sprechen, impliziert meines Erachtens nämlich die Annahme, bereits einen erstrebenswerten Zustand erreicht zu haben. Davon sind wir aber noch weit entfernt.

Kostendeckende Preise zu zahlen, selbstverwaltete Kooperativen zu unterstützen und einen finanziellen Beitrag zur Verbesserung der Infrastruktur vor Ort zu leisten, sind essenzielle Bestandteile eines gerechteren Handels, wie ihn Fairtrade und andere betreiben möchten. Doch sie sollten bloß als Zwischenschritte auf dem Weg zu einem wirklich fairen Welthandel auf Augenhöhe verstanden werden.

Projekte wie Café Chavalo sind ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Fairer zu handeln ist der Prozess, in dem wir stecken - fairer Handel unser Ziel. Vamos adelante!

Wodurch wird der Handel fair oder wenigstens fairer?

Beim Einkauf des Rohkaffees für Café Chavalo setzen wir auf langfristige, partnerschaftliche Handelsbeziehungen mit den Kleinbauern. 2015 konnte erstmals ein eigener Container für Café Chavalo von Nicaragua nach Deutschland verschifft werden. Es gibt also keinen Zwischenhändler beim Einkauf des Rohkaffees und somit kann die Preiskalkulation vollkommen transparent gemacht werden. Wir machen von Anfang an mehr, als die Kriterien von Fairtrade vorsehen.

Café Chavalo ist seit Sommer 2017 zudem eine Genossenschaft. Es ist also nicht mehr das Einzelunternehmen von Jens Klein, sondern eine genossenschaftliche Gemeinschaft, die sich gemeinsam für den fairen Handel einsetzt. Mitglied der Genossenschaft ist hier auch die Kooperative Tierra Nueva, von der Café Chavalo ihren Kaffee wie auch Gewürze importieren. So können die Mitglieder der Bauernkooperative aus Nicaragua Teil haben, an den Entscheidungen die in Deutschland bei Café Chavalo getroffen werden.

Fairer zu handeln bedeutet für Café Chavalo auch, über die Herstellungsbedingungen und Lebenswirklichkeiten in Nicaragua aufzuklären. Eine aktive Bildungsarbeit gehört daher mit zum Konzept von Café Chavalo. Denn der Kaffee des Kooperativenverbands Tierra Nueva oder der Kakao der Kooperative Cacaonica sind nicht nur hervorragende Produkte, sondern auch die Instrumente, mit denen wir die Verbraucher in Deutschland für verantwortungsvolleren Konsum sensibilisieren möchten.

Erfahre mehr über Café Chavalo unter www.cafe-chavalo.de